Blog 06/2026

Was macht Yoga so besonders?

Gersbach, 21.06.2026

Yoga stammt aus Indien und erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit. Auch in Deutschland wurde es in den letzten Jahren immer bekannter. 

Was macht diese Praxis so besonders? Was sind die Vorteile von Yoga? Ein paar Gedanken dazu...

Yoga- jahrtausende altes Übungssystem aus Indien

Yoga wird immer beliebter

Yoga kommt aus Indien und ist schon sehr alt- bereits in den Veden, den ältesten Schriften Indiens wurden Yogis vor 3.500 Jahren erwähnt. Es gibt aber auch ältere Darstellungen, sodass es evtl. schon früher jahrtausendelang im Industal praktiziert wurde. Natürlich hat es sich über die Zeit hinweg verändert und angepasst. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und besonders ab den 1960er und 1970er Jahren wurde es im Westen immer populärer.

So erfreut es sich seit einigen Jahrzehnten immer größerer Beliebtheit auch in Deutschland. Wurde es früher noch gerne in die Esoterik-Ecke geschoben, ist es mittlerweile sehr gut erforscht und die Wirkung vielfach bestätigt und mit Studien belegt. Sogar die Krankenkassen bezuschussen mittlerweile Yogakurse als Präventionsmaßnahmen in Entspannung. 

Aus Studien von 2023 geht hervor, dass ca. 11 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig auf der Yogamatte üben, das sind ca. 13% der Bevölkerung. (weitere interessante Studienergebnisse findest du hier: Yogastudie 

Was macht Yoga so besonders? 

Ich versuche diese Frage aus meiner Sicht und persönlichen Erfahrung zu beantworten. Was hat Yoga mich gelehrt? Vielleicht hast du ähnliche Erfahrungen; vielleicht hast du aber auch noch nie Yoga ausprobiert und bist neugierig. Dann hoffe ich dich mit meinen Zeilen inspirieren zu können. Allerdings muss man es schon selbst spüren und ausprobieren.

Persönliche Praxis und Yoga unterrichten

Seit etwa 2012 bin ich auf der Yogamatte und entdeckte es für mich als eine wertvolle Praxis- sodass ich es in einem Teacher Training in Indien, an der Wurzel- zunächst für mich- vertiefen wollte. Dann empfand ich auch große Freude beim Unterrichten, sodass ich nun seit 2019 Yogalehrerin bin und seit 2023 dies ganz zu meinem Beruf machte. Ich liebe es Yoga zu lehren. Und es ist für mich der schönste Lohn, wenn ich Feedback erhalte, dass nach der Stunde meine TeilnehmerInnen sich erholt, entspannt fühlen, weniger körperliche Probleme oder sogar besseren Schlaf haben.

Genauso wertvoll ist es für mich, selbst auf der Yogamatte zu üben. Was macht Yoga für mich so wertvoll?

1. Ganzheitlicher Ansatz

Yoga ist nicht nur ein körperliches Training, mit dem man wunderbar den Körper dehnt und kräftigt, es geht noch so viel tiefer. Auch die geistige Ebene wird mit einbezogen. Das erlebte ich bei anderen Bewegungsformen so nicht. So fühle ich mich danach nicht nur körperlich sehr gut, sondern übe mich auch in Achtsamkeit und Konzentration des Geistes. Im Yoga sieht man nicht nur den Körper oder einen Teil davon, sondern die verschiedenen Schichten des menschlichen Seins- die körperliche, energetische, mentale und spirituelle Ebene. Ein holistischer Ansatz mit Fokus auf dem Wohlbefinden auf allen Ebenen. Z.B. üben wir im Yoga Atemübungen. Der Atem verbindet Körper und Geist, es ist unsere "Lebensenergie".  Bewusst zu Atmen kann helfen, sich in stressigen Momenten zu beruhigen.

2. Yoga ist flexibel und holt dich da ab, wo du bist

Yoga ist kein Wettbewerb, es geht nicht darum irgendetwas ehrgeizig zu erreichen. Es ist natürlich sehr schön, wenn man sich Ziele setzen kann und Fortschritte wahrnehmbar sind. Das ist allerdings nicht der Fokus. So wie du jetzt, in diesem Moment bist, bist du richtig und vollkommen. Die Yogapraxis darf sich dir anpassen und nicht anders herum. Somit ist es auch für alle Gruppen geeignet unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion und Flexibilität.

3. Jederzeit und überall ausführbar

Ich bin durch und durch Minimalistin und mag es sehr, dass ich für Yoga keine Ausrüstung brauche. Ja, manchmal sind die Hilfsmittel wie Yogamatte, Block, Sitzkissen und Gurt gute Unterstützer; doch letztendlich kann man sich fast überall einen ruhigen Ort suchen. Zur Not reicht ein Handtuch und man gönnt sich ein paar ruhige Minuten in Meditation, mit bewusstem Atmen oder dehnt sich mt einigen Asanas.

4. Nicht nur Übungssystem, sondern auch Lebensphilosophie und universell

Yoga geht sehr tief. Manche sehen es einfach als Sport, manche üben Yoga, um körperlichen Beschwerden entgegen zu wirken oder Stress zu reduzieren. Doch es kann auch tiefer gehen und dir eine Praxis zur Konzentration des Geistes bieten bis hin zu einer ganzen Philosophie. Yoga ist eine von sechs traditionellen Philosophieschulen Indiens, das dir viele Fragen im Leben beantworten kann und ich anregt, dich selbst besser kennen zu lernen, um deinen Weg zu finden. Es faszinierte mich, wie dieses jahrtausendealte Philosophiesystem, selbst in der heutigen, modernen Welt noch so praktikabel ist und uns wertvolle Impulse für die Sicht auf die Welt und das Leben schenken kann. Fast jeder kennt heutzutage die Begriffe von Karma, höherem Selbst, Nirvana, Yin/Yang, Meditation, Inkarnation etc., die aus den östlichen Philosophien kommen, deren Bedeutungen können den eigenen Horizont sehr erweitern und vielleicht sogar wertvolle Antworten liefern. Und auch wenn die Ursprünge vom Yoga eng mit dem Hinduismus verbunden sind, ist Yoga erstmal universell gültig und unabhängig, welcher Weltsicht oder Religion du folgst; kannst du Yoga üben. Es sind universelle, das heisst allgemein anwendbare Prinzipien und Übungen.

5. persönliche Entwicklung

Wenn man Yoga übt, schult man zum einen das eigene Körpergefühl, lernt besser die eigenen Bedürfnisse zu achten; setzt sich mit der eigenen Gedankenwelt auseinander und lernt bestimmte Denkmuster und Glaubenssätze zu hinterfragen und umzuwandeln für das eigene Wohlergehen. Durch die Praxis und dem Verinnerlichen auf der Yogamatte, kann man die gelernten Prinzipien so auch auf das eigene Leben übertragen. Z.B. lehrt uns die Meditation unsere Gedanken wahrzunehmen, ohne sich damit zu identifizieren, ohne zu werten. Diese neutrale Betrachtung ist auch im Alltag sehr wertvoll- nicht gleich zu Werten und Reagieren, sondern erst einmal Situationen, Worte des Gegenübers wahrnehmen und mit etwas Abstand dann agieren.

6. Lebenslanges Lernen

Für mich ist es eine Schule des Lebens, ein lebenslanges Lernen und immer tiefer tauchen. Sich ausprobieren, Dinge, die mir guttun übernehmen. Ich bin selbst ermächtigt und entscheide, ob ich etwas integriere oder es nichts für mich ist. Ich habe so auch verschiedene Yogaschulen und Traditionen ausprobiert, bis ich das gefunden habe, was zu mir am besten passt!

Und auch wenn ich Yogalehrerin bin, bleibe ich so lebenslang Schülerin- denn man lernt nie aus. 

7. Prävention

Yoga tut gut und wirkt, damit leistet man einen wertvollen Beitrag zum eigenen Wohlergehen, um gesund und mobil zu sein in der Zukunft. Viele Studien bestätigen das. 

Meiner Meinung nach geben heute die meisten Menschen die volle Verantwortung für ihre Gesundheit in die Hände der Ärzte. Yoga ersetzt natürlich keine medizinische Beratung und Diagnose. Aber präventiv kann es unterstützen, dass man körperlich und geistig möglichst lange gesund und im Gleichgewicht bleibt.

 

Yoga ist natürlich nicht die Antwort auf alles und jeder muss für sich entscheiden, ob und inwieweit es das eigene Leben bereichert. Aber doch ist es eine wertvolle, ganzheitliche Praxis, die dir nicht nur körperlich Wohlbefinden bringen kann, sondern auch geistig und mehr Ausgeglichenheit, innere Ruhe und wirksam gegen Stress ist.

Ich kann aber noch soviel davon schwärmen, man muss es schon selbst ausprobieren. Und ich ermutige dazu, bei verschiedenen Schulen/ Traditionen und LehrerInnen Yogastunden zu nehmen, um die Praxis und den Stil zu finden, die zu dir und deinen Bedürfnissen passen! Viel Freude auf der Yogamatte und happy World Yoga Day!

Möchtest du einmal Yoga ausprobieren, ist die aber unsicher oder hast Fragen? Dann schreibe mir gerne, es ist mir eine Freude, dir Yoga näher zu bringen.

Aktuelle Kurse und Termine findest du hier.

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